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Was steckt hinter diesem Leitwort? naturalbeauty informiert und stellt ausgewählte Anbauprojekte vor.  


Fair Trade - mehr als nur ein Leitwort


Fairness: Wir begegnen ihr in der Politik, in der Rechtsprechung, in der Wirtschaft, im täglichen privaten und beruflichen Miteinander und im Sport. Fairness geht auf das englische Wort „fair“ zurück und umschreibt eine „gesetzlich nicht geregelte Vorstellung individueller Gerechtigkeit“. Am gebräuchlichsten ist uns der Begriff im Rahmen sportlicher Wettkämpfe. Er umschreibt das Bemühen der SportlerInnen, alle Regeln des Spiels konsequent einzuhalten und den Gegner als Partner zu achten (Fair-Play). Auch die Industrie wirbt gerne mit Fairness. Praktisch zeigt sich dies in einem guten Preis-Leistungsverhältnis und gutem Service. Schließlich ist der Kunde König und die Kaufbereitschaft entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ganzheitlich betrachtet praktiziert die Industrie ihr faires Verhalten jedoch zum Teil recht einseitig. Denn zugunsten einer kundenfreundlichen und wettbewerbsfähigen Leistung werden Zulieferer und Produzenten in der Dritten Welt oft benachteiligt.

 

Auch für die Herstellung von Kosmetikprodukten kommen zahlreiche Rohstoffe aus Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Lateinamerika. Für viele dieser Länder ist der Rohstoffexport eine wesentliche Einnahmequelle. Dafür nehmen sie die damit leider oft einhergehenden ökologischen und sozialen Schattenseiten, wie Monokulturen, Dumpinglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen der Landarbeiter, in Kauf. Eine umweltfreundliche Erzeugung der Rohstoffe und eine faire, sozial verantwortliche Zusammenarbeit zwischen Industrie und Zulieferern helfen, diesen Missstand zu beseitigen.

 

Der Faire Handel (englisch: Fair Trade) strebt ein gerechtes Miteinander zwischen der Bevölkerung in den Industriestaaten und den Menschen in der Dritten Welt an. Nach dem Prinzip "Helfen durch Handel" will der Faire Handel die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas verbessern. Gerechte Handelsbeziehungen und verlässliche Preise sollen den Landarbeitern und kleinen Produktionsbetrieben helfen, ihre Lebens-situation aus eigener Kraft zu verbessern.

 

Auch die Fair Trade Projekte der Naturkosmetik-Hersteller haben das Ziel, gleich-berechtigte Partnerschaften mit Zulieferern aus der ganzen Welt einzugehen. In der Praxis heißt das: Unterstützung durch technische und landwirtschaftliche Beratung, Zuschüsse bei Zertifizierungsverfahren, Kostenübernahme von Aus- und Weiter-bildung, feste marktgerechte Preise und garantierte Abnahmemengen. Durch eine langfristig angelegte, faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit sollen sich neue ökologische Anbauprojekte entwickeln, die zur Verbreitung von umweltgerechter und umwelterhaltender Landwirtschaft beitragen. Gleichzeitig sollen die Lebens-bedingungen und die Lebensqualität für Kooperativen, Gemeinden, Bauernfamilien und Landarbeiter verbessert werden. Im Gegenzug garantieren die Zulieferer und Produzenten aus Dritte Welt Ländern den Naturkosmetik-Herstellern hochwertige Rohstoffe, die strengsten Qualitätsrichtlinien zur Herstellung innovativer und verbraucherfreundlicher Naturkosmetik-Produkte entsprechen.

 

Hier stellen wir Ihnen auszugsweise einige Fair Trade Projekte der Naturkosmetik-Hersteller Dr.Hauschka, Primavera und SPEICK vor.



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Dr.Hauschka Lavera Logona Primavera Santaverde Speick